Architektur der Zuflucht: Von der Notunterkunft zum kostengünstigen Wohnungsbau

Mit dem Handbuch Flüchtlingsbauten liegt erstmals eine verlässliche Planungshilfe für das aktuelle Thema vor

Seit dem großen Zuzug von Flüchtlingen nach Europa im Sommer 2015 ist ein altes Thema plötzlich wieder aktuell geworden, und ist es bis heute geblieben: Wie baut man viele kostengünstige Wohnungen in kurzer Zeit, und wie integriert man die verschiedensten, neu ankommenden Bevölkerungsgruppen? Dieser hohe Planungs- und Handlungsdruck hat zugleich die Chance eröffnet, einen deutlichen Impuls für den Wohnungsbau überhaupt zu setzen.

Das Handbuch Flüchtlingsbauten zeigt bis heute umgesetzte Projekte und was man daraus für die künftige Stadtentwicklung lernen kann. Es ist eine Zusammenschau der bis jetzt vor allem in Deutschland gebauten Gebäude, berichtet von den ersten Erfahrungen mit realisierten Projekten, stellt das Wesentliche aus konstruktiver Sicht zusammen und informiert über die Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Bauwirtschaft. Für das Verständnis des baulichen Kontextes auch in den Herkunftsländern führen die Autoren in geschichtliche, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge ein.

Dazu möchten wir Ihnen auch gerne die Buchpräsentation mit Diskussion zum Thema Von der Notunterkunft zum sozialen Wohnungsbau empfehlen:

Dienstag, 21. März 2017, 18.30 Uhr
Vorhoelzer Forum an der Technischen Universität München
Arcisstr. 21, 80333 München

Präsentation:
Dr. Lore Mühlbauer (Architektin und Mitherausgeberin)
Yasser Shretah (Architekt und Mitherausgeber)

Diskussion:
Cornelius Mager (Jurist und Leiter LBK München)
Roman Dienersberger (Architekt, Regierung von Oberbayern,
SGL Wohnungswesen)
Robert Kern (Architekt, Fahrenzhausen)
Manfred Gerstberger (Architekt, München)
Melanie Karbasch (Architektin, Salzburg)

Zudem werden zwei Vertreter der Asylsuchenden, der Architekt Qais M. aus Syrien und der Journalist Ali Majidi aus dem Iran, anwesend sein, die am Buch beteiligt waren.

Moderation:
Dr. Philipp Meuser (Architekt und Verleger)
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