Einladung zum Vortrag „Integrative Gartenarbeit mit Flüchtlingen“
am Mittwoch 1. März 2017, 14:00 Uhr im Festsaal des Regierungsgebäudes
1030 Wien, Marxerg. 2/Mezzanin

Seit 2015 wurde Österreich zu einem der bedeutendsten Aufnahmeländer für Flüchtlinge aus dem
Nahen und Mittleren Osten (hauptsächlich aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran). Beinahe
90.000 Personen stellten in diesem Jahr einen Asylantrag, darunter 8.277 unbegleitete Minderjährige
unter 18 Jahren (Dursun & Sauer 2016). Die Bundesanstalten für Agrarwirtschaft und
Bergbauernfragen untersuchten in einer gemeinsamen explorativen Studie aus unterschiedlichen
Gesichtspunkten, inwieweit interkulturelle Aktivitäten in Gärten im Austausch mit der einheimischen
Bevölkerung eine raschere Integration in die Gesellschaft fördern können, wo die besonderen
Perspektiven liegen und welche Grenzen es zu beachten gilt. Die Feldforschung erfolgte in den
Sommermonaten 2015 im Therapiegarten der mit zurzeit 820 Personen größten österreichischen
Grundversorgungseinrichtung, dem ehemaligen „Geriatriezentrum am Wienerwald“, in Lainz. Dort
werden über den Verein IGOR (Integrationsarbeit und Gesundheitsförderung im öffentlichen Raum)
auf über 4.000 m² gemeinsam mit Flüchtlingen Gemüse und Kräuter kultiviert.
Präsentiert wird die Studie von Yesra Issak, BSc. (Gartenbauexpertin, ehem. Mitarbeiterin des
syrischen Landwirtschaftsministeriums und ehem. Projektmitarbeiterin an der Bundesanstalt für
Agrarwirtschaft), Dr. Georg Wiesinger (Agrarsoziologe, Bundesanstalt für Bergbauernfragen), Dr. Fritz
Neuhauser (Mediziner, Psychotherapeut, Gartentherapeut, Verein IGOR) und MMag. Sigrid Egartner
(Juristin und Sozioökonomin, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft)
Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen.
Mit freundlichen Grüßen
DI Désirée Ehlers und DI Thomas Resl, MSc

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